Am Ufer des Wienflusses

Am Ende unserer letzten Tour entdeckte ich bei der Kennedy Brücke einen Abgang, der direkt zum Wienfluss führt.........

Meine Recherchen ergaben, dass dieser Weg bereits 2010 fertiggestellt wurde.

https://www.wien.gv.at/verkehr/brueckenbau/baustellen/wiental-radweg.html

https://touren.labut.at/wienflussweg/


Irgendwie ist dieser Weg bis jetzt an mir vorübergegangen, höchste Zeit also diesen zu erkunden.

Das Wetter war gerade richtig an diesem 8. Mai und so fuhren wir mit der Linie 10 bis zur Kennedy -Brücke, voller Spannung was heute noch so alles auf uns wartete.

Im Prinzip führt dieser Weg bis nach Purkersdorf, aber für’s Erste wollten wir mal die 7,5 km bis zur Wienfluss-Aufsicht schaffen – dies war unser Ziel!


Viele Radfahrer waren an diesem Tag unterwegs, aber das spielte für uns keine Rolle, das Rauschen des Flusses im Ohr suchten wir uns den Weg direkt dem Fluss entlang.

Das Wasser war sehr erfrischend und eignete sich gut für eine Abkühlung der Füße.


Der Weg war gut beschildert und bei jedem Steg hielten wir kurz an, um die Beschreibung zu lesen.

Die Wiener Wienflussbrücken sind Fußgängerbrücken, Straßenbrücken und Bahnbrücken, die den Wienfluss im Stadtgebiet Wiens überqueren. Viele davon wurden von 1898 bis 1900 im Zuge der Regulierung des Wienflusses umgebaut bzw. neu errichtet. Viele der Brücken und Stege stehen heute unter Denkmalschutz.

https://austria-forum.org/af/AustriaWiki/Wiener_Wienflussbrücken

Je mehr wir in Richtung Niederösterreich kamen, umso grüner wurde der Flussweg.

Der Wienflussweg verläuft parallel zur Hadikgasse. Auf der gegenüberliegenden Seite gibt es keine Möglichkeit direkt am Fluss entlang zu spazieren. Hier nisten viele Enten, sie sind ungestört und haben hier ein kleines Paradies. Ein Junges hatte sich verirrt und rief kläglich nach der Mutter.

Was uns sehr beeindruckte waren die vielen Fische, die es hier gab und mit jedem km mehr Richtung NÖ wurden sie größer, richtige Schwärme waren das.

Der Tisch für Enten und Silberreiher ist also prächtig gedeckt !


Ab und zu machten wir halt, setzten uns auf einen Stein und genossen die Natur, wieder einmal war es für uns kaum zu glauben, dass wir uns inmitten einer Großstadt befanden.



Vom Nikolaisteg bahnt sich vom Wienfluss ein kleines Bächlein seinen Weg und wir mussten unbedingt erkunden, wohin uns der schmale Weg neben dem Bächlein führt.


Nach einem niedrigen Viadukt erstreckt sich linker Hand der Ferdinand Wolf Park, ein breit angelegter Spielplatz war hier zu sehen, rechter Hand plätschert das Bächlein vor sich hin.



Wir schlugen den Weg neben dem Bächlein ein, laut Beschilderung handelte es sich um den Ignaz Prilisauer Weg.


Das kleine Bächlein nennt sich Halterbach, wie ich später zu Hause feststellte.




https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Halterbach


Wir kamen an einer wunderschönen alten Villa mit großem Garten vorbei und landeten plötzlich auf der Linzerstraße 😊.

Hier Ecke Linzerstraße/Prilisauerweg befindet sich ein Restaurant mit einem wunderschönen Gastgarten – Das Prilisauer ! www.prilisauer.at

Jetzt wissen wir, wo wir uns nach einem Spazier-Gang entlang des Wienflusses mit guter Hausmannskost belohnen können und freuen uns schon auf die Zeit, wenn dies wieder möglich ist. Weiter dem Bach entlang wollten wir nicht und nahmen den Weg retour zum Wienfluss.

Ein kleines Stück noch und wir waren bei der Mauerbachschleuse/Städtischen Wienflussaufsicht, angelangt.

Ein kleines idyllisches Fleckchen bot sich uns hier. Familien hatten ihre Decken auf der Wiese ausgebreitet. Kinder plantschten im seichten Wasser, es war ruhig, nur der Fluss und Vögel waren zu hören, wie im Märchen.

Hier wollen wir auch einmal ein Picknick machen, aber für heute war unser Ziel erreicht und wir waren doch ein bisschen müde.

https://www.meinbezirk.at/hernals/c-lokales/staedtische-wienflussaufsicht_a834893


Ein kleiner Pfad führt von der Mauerbachschleuse zur Hadersdorfer Hauptstraße, wo sich die Station der Busline 50 A „Maria Brunn Kirche“ befindet. Mit diesem Bus fuhren wir bis zur Endstation der Linie 49.

Die Kirche werden wir sicher beim nächsten Mal besichtigen und wer weiß, vielleicht gehen wir dann auch bis nach Purkersdorf 😊!


(c) Claudia Thonhauser und Angelika Högn

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Meine Gedanken

gehen spazieren

sollte ich mich irren

oder sind es immer

die selben,

die mich umkreisen.

Ich kann sie nicht sehen

und doch sind sie da,

aber spüren kann ich sie

zum Beispiel jetzt

da sind sie ganz nah.

Sie lassen mich

einfach nicht los!

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