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Bei den Kängurus

Das Schutzhaus am Harzberg mit seiner Känguru-Farm stand schon lange auf meinem Plan und der sonnige, warme September war geradezu einladend für eine Wanderung. Der Harzberg ist sozusagen der Hausberg von Bad Vöslau und liegt auf 466 m Seehöhe.

Dieses Mal war ich mit meiner Freundin Andrea unterwegs, die sich in dieser Gegend sehr gut auskennt und so hatte ich in ihr eine gute Führerin. Außerdem ist sie mobil und so konnten wir bis zum Weingut Schlossberg fahren, von dort führt ein wunderschöner Waldweg hinauf zum Schutzhaus. Aber auch öffentlich ist dieses Schutzhaus gut erreichbar. Vom Bahnhof Bad Vöslau sind es laut Google Maps nur 3 km.

Unser Weg führte an Weinstöcken vorbei und bei einer Gabelung konnten wir uns überlegen, ob wir den steilen Weg mit 30 Minuten nehmen, oder den Gemütlicheren, der in Serpentinen hinaufführt. Wir entschlossen uns für den Gemütlichen.

Es ist ein wunderschöner Waldweg und was mir besonders gut gefallen hat, sind die vielen informativen Tafeln, die uns so einiges über den Wald lehren, auch Bäume sind hier gut beschrieben – es ist ein richtiger Naturlehrpfad.


Wir kamen an einem Spielplatz vorbei und an einer Kapelle, die etwas versteckt im Wald liegt, wo wir kurz Rast machten.

Das letzte Stück des Weges ist etwas steiler und führt über Steinstufen. Das erinnerte mich an den Nasenweg, der auf den Leopoldsberg auch teilweise über Stufen führt.

Es war nach meiner Fußverletzung im August meine erste Bergwanderung und so kam ich ganz schön außer Atem.


Beim Schutzhaus angekommen wurden wir für all unsere Mühen belohnt. Der Ausblick war einfach umwerfend.

Wir waren durstig und hungrig, aber zuerst mussten die Kängurus besichtigt werden. War gar nicht so leicht sie zu entdecken, vor allem die Grauen hoben sich kaum von dem Boden und dem Gestrüpp ab. Sie sind Pflanzenfresser und vorwiegend dämmerungs- oder nachtaktiv und so lagen sie einfach faul herum. Dennoch ein tolles Erlebnis diese Wildtiere hier hautnah beobachten zu können. Natürlich gibt es sie auch in Schönbrunn, aber sie hier zu sehen, nahe dem Wald, war schon was Besonderes.


Vom Essen gestärkt wollten wir unbedingt auf die 21 m hohe Jubiläumswarte, die hier steht und auch Harzbergturm genannt wird.

Der Turm wurde im Jahr 1898 aus Anlass des 50-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Josef I errichtet. Er wird daher auch als „Kaiser-Franz-Joseph-Jubiläumswarte“ bezeichnet.

Spannend: auch unsere Wiener Jubiläumswarte im Wienerwald wurde anlässlich dieses 50-jährigen Regierungsjubiläums errichtet, diese hat eine Höhe von 27,5 m.



Zurück nahmen wir den gleichen Weg wieder, mussten wir doch zum geparkten Auto. So konnten wir die Schönheit dieses Waldes nochmal so richtig genießen und viele Informationen über den Wald sammeln und als Abschluss dieses wunderbaren Wandertages gönnten wir uns eine Einkehr beim Heurigen.



Wer dieses Schutzhaus am Harzberg mit seinen Kängurus noch erleben möchte, der muss sich beeilen, denn es schließt mit Ende 2023 und der Betreiber und die Kängurus wandern ab. Wohin stand im September noch nicht fest. Ich hoffe sie wandern nicht zu weit weg, denn ich würde sie gerne wieder besuchen.





(c) Text und Fotos Angelika Högn



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Meine Gedanken

gehen spazieren

sollte ich mich irren

oder sind es immer

die selben,

die mich umkreisen.

Ich kann sie nicht sehen

und doch sind sie da,

aber spüren kann ich sie

zum Beispiel jetzt

da sind sie ganz nah.

Sie lassen mich

einfach nicht los!

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