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Bis am Berg

Spontane Wanderungen sind immer sehr spannend, so wie auch die im April 2022 auf den Bisamberg. Beim Abstieg kurz verirrt, haben wir nach einigen kleinen Umwegen doch noch zum Parkplatz zurĂŒck gefunden 😊 !

Eingebettet in die Gemeinden Bisamberg, Langenzersdorf und Hagenbrunn liegt der 358 m hohe Bisamberg. Er bildet zusammen mit dem sĂŒdlich gelegenen Leopoldsberg die Wiener Pforte.

An diesem Tag im April 22 war ich das erste Mal in meinem, nun doch schon etwas lÀnger andauernden, Leben auf dem Bisamberg.


Wo die Hagenbrunner Straße in die Stammersdorfer Straße mĂŒndet, nahe dem StĂŒtzpunkt der NÖ Naturwacht, kann man gut parken und von hier fĂŒhrt ein gut begehbarer Weg zur Elisabethhöhe.


Wer lieber mit den Öffis unterwegs ist, fĂ€hrt mit der Linie 31 bis zur Endstation nach Stammersdorf – ab dort fĂŒhrt der Stadtwanderweg 5 auf den Bisamberg.



Am Bisamberg lebte Florian Berndl bis zu seinem Tod in seiner Einsiedelei. Berndl war der BegrĂŒnder des GĂ€nsehĂ€ufels – ihm zu Ehren wurde das Schwimmbad in Bisamberg nach ihm benannt.


Robert und ich genossen die Stille und Ruhe im Wald und trafen auf unserer Wanderung so manchen Waldbewohner, wie diesen schwarz/blauen ÖlkĂ€fer. Das Sekret eines einzelnen KĂ€fers kann bereits zum Tode eines Menschen fĂŒhren – es ist also extrem giftig. Dennoch wurde er in Deutschland 2020 zum Insekt des Jahres gewĂ€hlt, denn er zĂ€hlt zu den bedrohten Tierarten.

Das erste Ziel, das wir erreicht hatten war das Gasthaus Gamshöhe – dieses ist leider dauerhaft geschlossen. Sehr schade, man kann nur hoffen, dass sich bald ein neuer PĂ€chter findet. Fasziniert hat mich die große Holzbiene, die sich hier befindet.


Das letzte StĂŒck steileren Anstieges lag noch vor uns, aber es war nur kurz und die MĂŒhe lohnte sich, denn als wir an der Elisabethhöhe angelangt waren, bot sich uns ein herrlicher Blick auf die Donau.

Auf einer der BĂ€nke machten wir Rast und genossen die Sonne und den herrlichen Ausblick.


Beim Retourweg hatten wir irgendwie eine falsche Abzweigung genommen und wussten nach einer geraumen Zeit nicht mehr genau wo wir uns befanden, aber egal – alle Wege fĂŒhren nach Rom 😊 – wir kamen an einer Wiese vorbei – begegneten im Wald einer Frau, die sich allerdings auch nicht auskannte – wir kamen an ein Feld am Rande einer Siedlung – ich denke, das war die Wolfsbergen Siedlung. Nun war es nur mehr ein kleines StĂŒck bis zu unserem Auto.

Als wir den Parkplatz erreichten waren wir doch erleichtert und auch ein bisschen mĂŒde – dennoch – schön war’s und spannend zugleich.

Jetzt war eine StĂ€rkung fĂ€llig – beim Heurigen Zur Christl ließen wir diesen Wandertag ausklingen. https://www.zurchristl.at/


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An einem sonnigen Tag im MĂ€rz 2023 war das Ziel wieder der Bisamberg. Allerdings wollten meine Freundin Claudia und ich den Berg diesmal von der anderen Seite, also direkt von Bisamberg aus, in Angriff nehmen.

Wir fuhren mit der U6 bis Floridsdorf und nahmen von dort aus den Dr. Richard Bus 850 (Kosten 4,30 fĂŒr eine Fahrt, ohne ErmĂ€ĂŸigung) bis zum Schloss Bisamberg, so heißt auch die Station !

Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und ist nicht öffentlich zugÀnglich.


Der kleine Schlosspark hat mich trotzdem fasziniert, hab ich hier doch meine erste Literaturzelle gesehen – eine wunderbare Idee fĂŒr einen öffentlichen BĂŒcherschrank.

Die Bisamberger Kirche und in Folge die Lourdes Grotte waren unsere Ziele und so spazierten wir die Hauptstraße entlang und dann links ĂŒber den Lerchensteg bis zur Anton Zickl-Gasse.

Da sahen wir dann schon die Kirche, etwas versteckt hinter den BÀumen, aber in ihrer vollen Pracht! Rund um die Kirche ist ein kleiner Friedhof angelegt, dieser wirkte auf mich sehr idyllisch, soweit Friedhöfe idyllisch wirken können.

Es ging weiter ĂŒber die Berggasse bis zur Lourdes Grotte – auch dieser sehr friedvolle Platz wirkte auf mich idyllisch. Die Grotte wurde nach einer Idee von Pfarrer Martin BĂŒker, zu Ehren der Mutter Gottes, 1933 errichtet und stellt eine Nachahmung von Lourdes in Frankreich dar. Sogar zwei Steine wurden direkt aus Lourdes gebracht und eingemauert. Die Grotte ist seit 1956 im Besitz der Pfarre Bisamberg und ist eine beliebte und viel besuchte AndachtsstĂ€tte. https://radiokorneuburg.at/die-lourdesgrotte-in-bisamberg/


Nahe der AndachtsstÀtte liegt der Andreasbrunnen. Dieser Brunnen wurde 2016 zu Ehren Mag. Andreas Lueghammer eingeweiht, der 16 Jahre in der Pfarre Bisamberg tÀtig war und 2016 nach Wien Oberlaa wechselte. https://www.meinbezirk.at/korneuburg/c-lokales/andreas-lueghammer-pfarrer-von-bisamberg-im-doppelpack_a1791055


Nun begann der Aufstieg zur Elisabethhöhe – wir wussten nicht so recht ob wir den Weg (Jungfern) rechter Hand durch den Wald, oder die Straße, die links von der Grotte wegfĂŒhrte, nehmen sollten und entschlossen uns fĂŒr den Waldweg. Dieser Aufstieg entpuppte sich allerdings doch als etwas beschwerlich. Relativ ansteigend und mit einigem Geröll versehen, war es fĂŒr die zweite Wanderung im neuen Jahr doch etwas anstrengend.


Aber wie immer war es so, dass die tolle Aussicht von der Elisabethhöhe uns alle Beschwerden vergessen ließ. Die Elisabethhöhe ist der höchste Punkt des Bisambergs und die Aussicht auf den Donauraum um Klosterneuburg und Korneuburg ist einfach wunderbar.

Nach einer ausgiebigen Rast wollten wir nicht unbedingt den gleichen Weg retour gehen – nachdem wir andere Wanderer befragt hatten, mussten wir einsehen, dass uns keine andere Wahl blieb – niemand kannte sich auf dieser Seite des Berges so richtig aus und auf’s grade Wohl Richtung Hagenbrunn zu wandern, wo sich doch Robert und ich beim letzten Mal schon verirrt hatten, wollten wir doch nicht.


Wieder beim Bisamberger Schloss angekommen, machten wir Rast in der Heurigenschank Stuttner.


Das Essen war köstlich und so nahmen wir gestĂ€rkt und mĂŒde, aber doch happy ĂŒber diesen schönen Wandertag, den Bus retour in die Heimat.


Den Weg ĂŒber die Weinberge nach Hagenbrunn haben wir uns fĂŒr den Herbst ganz fest vorgenommen 😊!



(c) Text und Fotos Angelika Högn

ComentĂĄrios


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Meine Gedanken

gehen spazieren

sollte ich mich irren

oder sind es immer

die selben,

die mich umkreisen.

​

Ich kann sie nicht sehen

und doch sind sie da,

aber spüren kann ich sie

zum Beispiel jetzt

da sind sie ganz nah.

​

Sie lassen mich

einfach nicht los!

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