Der japanische Garten und ein Holzdrache

Es heißt ja - nach einer Impfung soll man sich zwei Tage nicht körperlich anstrengen! Dies war der richtige Zeitpunkt endlich den Japanischen Garten zu besuchen - den Setagaya Park - ein kleines Paradies in Döbling!

Mit dem Bus 10 A hatten wir eine gute Verbindung. Bis zur Station Barawitzkagasse und nach 2 Minuten Fußweg hatten wir unser Ziel erreicht.


Das fernöstliche Flair dieses kleinen Parks nahm uns von Anfang an gefangen.

Die Hektik des Alltags abstreifen und sich an einem Ort der Ruhe und Schönheit erholen.

Steht auf der Tafel am Eingang und genau das taten wir.


Kurz nach dem Bambus-Eingang befindet sich das Teehaus, von hier hat man einen guten Blick zur kleinen Insel, auf der sich ein Silberreiher und Schildkröten sonnten. Im Schilf rund um den Weiher hatten Frösche ihr zu Hause, ihr Gesang war nicht zu überhören.

Tratschen unter schattigen Bäumen mit Froschgequake im Hintergrund, einfach herrlich 😊.

Es gab viel zu erzählen und aus der geplanten Tratschstunde wurden Zwei. Danach spazierten wir nochmal durch diesen wunderbaren Garten, um die vielen unterschiedlichen Elemente wie Teiche, Steine und Pflanzen auf uns wirken zu lassen.

Der Setagayapark, auch Japanischer Garten Döbling genannt, wurde in den Jahren 1990 bis 1992 nach Plänen des japanischen Gartengestalters Ken Nakajima (1914–2000) im 19. Wiener Gemeindebezirk Döbling errichtet.
Zwischen Döbling und Setagaya, einem Stadtteil von Tokio, bestand bereits seit 1984/85 ein Freundschafts- und Kulturabkommen, woraus die Idee entstand, in Döbling einen Japanischen Garten zu errichten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Setagayapark

Ein Stück unterhalb des Setagaya Parks auf der Döblinger Hauptstraße liegt der Wertheimsteinpark. Er fällt steil zur Heiligenstädter Straße hinab.

Die Nähe dieses Parks kam uns sehr gelegen, waren wir doch ausgeruht und neugierig, welche Geschichte dieser Park zu erzählen hatte.

Der Wertheimsteinpark wurde 1835 als Privatgarten angelegt, Bauherr war Schalfabrikant Friedrich von Arthaber. Leopold von Wertheimstein kaufte 1867 den Park und die Villa. Wertheimsteins Tochter Franziska vermachte 1908 Park und Villa der Stadt Wien mit der Auflage, dass der Park immer als öffentliche Grünfläche erhalten bleiben müsse.

https://www.wien.gv.at/umwelt/parks/anlagen/wertheim.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Wertheimsteinpark


Was uns sehr beeindruckte ist der alte Baumbestand den dieser Park zu zeigen hat. Die Sonne hatte schon sehr viel Kraft und diese Bäume spendeten Schatten und angenehme Kühle, man könnte meinen, sie wollten uns beschützen.

Der Teil, wo noch Reste des Krottenbaches als kleiner Teich vorhanden sind, ist zu unserer Freude sehr naturbelassen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Krottenbach_(Wien)

Am Rande des Parks, gleich bei der Döblinger Hauptstraße, ist in der Villa Wertheim seit 1964 das Döblinger Bezirksmuseum mit dem angeschlossenen Weinbaumuseum untergebracht. Dieses war leider geschlossen, aber außerhalb des Gebäudes gibt es ein paar alte Geräte zu besichtigen, wie z.B. eine alte Presse.

Jeder Bezirk hat auch ein Bezirksmuseum und wir haben uns vorgenommen schrittweise jedes Bezirksmuseum zu besuchen, um mehr von Wien und vor allem von unserem Heimatbezirk zu erfahren.


Besonders zu erwähnen wäre auch der 6.000 m² große Blindengarten. Er wurde eigens für blinde Menschen errichtet und mit Pflanzen, die leicht ertastet werden können, ausgestattet. Die Informationen dazu sind mit Tafeln in Blindenschrift ergänzt.

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/reflexionen/vermessungen/2031147-60-Jahre-Blindengarten-Tastpflanzen-und-Akustikbrunnen.html


In diesem Park gibt es auch eine große Wiese, die sich z.B. hervorragend für ein Picknick mit Kindern eignet, denn gleich anschließend gibt es einen großen Spielplatz. Hier können sich Kinder austoben – mir hatte es besonders der Holzdrache angetan. Anscheinend war ich der Vorreiter, obwohl die Kinder diesem Drachen vorher keine Beachtung schenkten, nach meinem Ritt standen sie Schlange 😊.

Wir spazierten langsam den Weg zur Heiligenstädterstraße hinunter und beschlossen kurzerhand den Nachmittag mit einem Eis im Eissalon Garda ausklingen zu lassen.


Hmm - unser erstes Eis heuer in einem Gastgarten, wie schön, dass dies wieder möglich ist !


(c) Claudia Thonhauser und Angelika Högn


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Meine Gedanken

gehen spazieren

sollte ich mich irren

oder sind es immer

die selben,

die mich umkreisen.

Ich kann sie nicht sehen

und doch sind sie da,

aber spüren kann ich sie

zum Beispiel jetzt

da sind sie ganz nah.

Sie lassen mich

einfach nicht los!

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