DIE DONAUINSEL - von Langenzersdorf zur Jedleseerbrücke

SCHAFE SCHAUEN

Die warmen Tage Anfang September hatten mich motiviert endlich die Schafe auf der Donauinsel zu besuchen, die im Norden der Insel als natürlicher Rasenmäher zum Einsatz kommen.

https://www.wien.gv.at/umwelt/gewaesser/donauinsel/dicca/massnahmen/schafe.html

Meine Freundin Claudia war sofort dabei und so fuhren wir mit der U6 bis zum Handelskai und dann weiter mit der S3 bis nach Langenzersdorf. Vom Bahnhof legten wir das letzte Stück zu Fuß zurück und in ca. 15 Minuten hatten wir das Einlaufbauwerk Langenzersdorf - den nördlichsten Zipfel der Donauinsel, erreicht.

Für mich war dies auch ein Start einer neuen Tour, denn ich habe es mir zur Aufgabe gemacht die gesamte Donauinsel in Etappen zu durchwandern – viele Teile kennt man ja, aber nicht alles, z.B. dieser nördlichste Zipfel war mir und auch Claudia noch völlig unbekannt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Donauinsel

Zu Beginn unserer Wanderung nahmen wir den mittleren, betonierten Weg – ich dachte hier oben am Plateau der Insel sind die Schafe wohl am ehesten zu finden – dieser Weg wird allerdings auch von den Radfahrern genutzt und so wechselten wir zu den Uferwegen.


Da ich nicht wusste wo die Schafe genau zu finden sind, pendelten wir immer von einem Ufer zum anderen. Der Weg entlang des Ufers, das nahe der Donau liegt, der sogenannte Treppelweg, ist sehr idyllisch. Die kleinen Buchten, die entlang dieses Weges liegen, geben einen wunderbaren Ausblick auf die herrliche Landschaft frei.


Auf den Treppelwegen wurden früher die Schiffe von Hand oder mit Tieren flussaufwärts gezogen.



Bei einem Wechsel von einem Ufer zum anderen entdeckte ich auf dem Plateau, auf einer Wiese einen kleinen verstecken Teich – ein richtiger kleiner Märchenteich war das. Soweit ich recherchiert habe, dürfte es sich hier um den Endelteich handeln.

Auf der Donauinsel gibt es mehrere Biotope, die künstlich angelegt wurden.

https://www.wien.gv.at/umwelt/gewaesser/donauinsel/oekologie/nischen.html


Ein Stück weiter des Weges erstreckt sich am Donauufer eine richtige Aulandschaft – ein wahres Vogelparadies – offensichtlich ein Altarm der Donau, der erhalten blieb.


Am Ende dieses Paradieses hatten wir einen wunderbaren Blick auf die Leopoldskirche, die wir Ende März besucht hatten.

https://www.gedankengaenge.at/post/wasser-berge-und-eine-eidechse




Da wir die Jedleseerbrücke nicht verpassen wollten, wechselten wir wieder in die Mitte der Insel. Hier befindet sich der japanische Kirschenhain, der 2020 entstanden ist. Traumhaft anzusehen, wenn die Bäume im Frühling in der Blüte stehen.

Der Kirschenhain auf der Donauinsel ist ein Zeichen der Freundschaft zwischen Japan und Österreich.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kirschenhain


Kurz vor der Brücke befindet sich eine überdimensionale Stimmgabel, die an Ludwig van Beethoven erinnert, der seinerzeit Jedlesee besucht hat.


Die Jedleseer Brücke ist eine Schrägseilbrücke für Fußgänger und Radfahrer in Wien. Sie führt über die Neue Donau und verbindet die Floridsdorfer Bezirksteile Jedlesee und Schwarze Lackenau mit der Donauinsel.

https://de.wikipedia.org/wiki/Jedleseer_Brücke


Bei der Brücke gibt es eine Schiffsstation der Copa Cruise, mit der wir unseren Weg zu Wasser fortsetzen wollten. Wir hatten uns vorher den Fahrplan der Copa Cruise angesehen und so mussten wir nicht lange warten.


Seit 1. Juli 2022 ist das Inselboot Copa Cruise auf der Neuen Donau zwischen Copa Beach und Jedleseer Brücke in Betrieb. Für nur 2,00 für eine Teilstrecke kann man eine Fahrt der Neuen Donau entlang genießen. Das Boot fährt von Freitag bis Sonntag und an Feiertagen.


Anfang September war das Ende des Betriebes für 30.09.22 vorgesehen, mittlerweile wurde der Betrieb bis 26.10.22 verlängert.


https://www.wien.gv.at/umwelt/gewaesser/donauinsel/faehre-copacruise.html


Das Boot schipperte gemächlich dahin und wir waren total begeistert, dass diese Fahrt heuer noch geklappt hat. Die Copa Beach war unser Ziel. Dort angekommen waren wir schon recht hungrig und freuten uns auf das Essen im griechischen Restaurant „Rembetiko“.




Die Copa Beach ist ziemlich geschrumpft – kein Vergleich mehr zu der Flaniermeile in den 90-igern, aber es ist doch schön, dass wenigstens ein kleiner Teil erhalten blieb.



Unser Ausflug neigte sich dem Ende zu und wir nahmen die U1 Richtung Karlsplatz! Was für ein wunderbarer Tag – Schafe haben wir keine gesehen, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf sie bei der nächsten Wanderung auf der Donauinsel zu entdecken. 😊



(c) Fotos Claudia Thonhauser und Angelika Högn

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Meine Gedanken

gehen spazieren

sollte ich mich irren

oder sind es immer

die selben,

die mich umkreisen.

Ich kann sie nicht sehen

und doch sind sie da,

aber spüren kann ich sie

zum Beispiel jetzt

da sind sie ganz nah.

Sie lassen mich

einfach nicht los!

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